Dr. Karl A. Lamers MdB begrüßt Wirtschaftsjunior aus Heidelberg im Deutschen Bundestag

Der CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Heidelberg/Weinheim, Dr. Karl A. Lamers, hat auch in diesem Jahr am Know-How-Transfer der Wirtschaftsjunioren Deutschland teilgenommen und einem jungen Unternehmer die Möglichkeit gegeben, Einblicke in das politische Berlin zu gewinnen. Der Heidelberger Frank Rust, Mitbegründer der Innovationsberatung SOMMERRUST, erhielt während seines Aufenthaltes in Berlin einen umfassenden Einblick in die Arbeit des Parlaments, nahm an Gremien- und Plenarsitzungen teil und konnte den Abgeordneten bei seiner parlamentarischen Arbeit in der deutschen Hauptstadt begleiten.

Für Dr. Lamers ist der Austausch mit den jungen Unternehmern wichtig: „Wir brauchen den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft. Die Wirtschaftsjunioren lernen im Rahmen des Know-How-Transfers die Komplexität politischer Entscheidungsprozesse kennen und bereichern gleichzeitig mit ihrer unternehmerischen Erfahrung die Arbeit des Deutschen Bundestages”.

Auch für Wirtschaftsjunior Frank Rust, der im Rahmen seines Aufenthaltes in Berlin auch mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und vielen weiteren hochrangigen Persönlichkeiten in Kontakt kam, war das Programm ein Erfolg: „Der Know-How-Transfer war eine spannende und tolle Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Die Diskussionen zum Thema Gründerkultur und Innovationsförderung haben gezeigt, wie wichtig auch hier eine gute Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft ist”.

Dr. Karl A. Lamers MdB sucht Gastfamilien

Mit einem Schüleraustausch nach Deutschland – diesen Traum erfüllen sich im Herbst erneut rund 410 Jugendliche aus über 50 Ländern. Für die 15- bis 18-jährigen Schüler sucht Dr. Lamers gemeinsam mit der gemeinnützigen Austauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. ab sofort ehrenamtliche Familien in seinem Wahlkreis Heidelberg/Weinheim, die ab September ihren Alltag für ein ganzes oder halbes Jahr mit einem Gastkind teilen möchten.
„Wer sein Zuhause für einen Jugendlichen aus einem anderen Land öffnet, gewinnt nicht nur einen ganz persönlichen Einblick in andere Kulturen und Lebensweisen. Er leistet damit auch einen bedeutenden Beitrag für die interkulturelle Verständigung”, unterstützt Dr. Lamers die Idee des Gastfamilienprogramms von AFS. Ein Gastkind aufnehmen können Familien ebenso wie Alleinerziehende, kinderlose Paare und Alleinstehende, die sich für ein gastfreundliches und weltoffenes Deutschland engagieren wollen. Wichtig sind Aufgeschlossenheit und die Bereitschaft, sich einer anderen Kultur in den eigenen vier Wänden durch das Zusammenleben mit einem internationalen Familienmitglied zu öffnen. Vorbereitet und begleitet werden sie von AFS-Mitarbeitern direkt vor Ort. Es werden auch Willkommens- oder Übergangsfamilien für einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen gesucht.
Weitere Informationenen zum Ablauf erhält man unter der 040 399222-90 oder per E-Mail an gast-familie@afs.de.

Dr. Karl A. Lamers MdB besucht den 403. Maimarkt

Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Heidelberg/Weinheim, Dr. Karl A. Lamers, besucht auch in diesem Jahr den Mannheimer Maimarkt. Direkt nach der Eröffnung am Samstag, den 30. April, wird er seinen Rundgang über Deutschlands größte Regionalmesse starten.
Wie in jedem Jahr wird Dr. Lamers alle Stände der Firmen und Unternehmen seines Wahlkreises besuchen. Auf seinem Programm stehen auch Besuche bei sozialen Institutionen, Verbänden, der Polizei und Feuerwehr, den Radio- und Fernsehsendern sowie beim Stand der Metropolregion Rhein-Neckar.
Dr. Lamers wird seinen traditionellen Rundgang dazu nutzen, sich in intensiven Gesprächen mit den Ausstellern aus erster Hand über die wirtschaftliche Situation der Unternehmen, ihre Erwartungen für die Zukunft und ihre Wünsche an die Politik zu informieren. „In persönlichen Gesprächen mit den Menschen aus meinem Wahlkreis erfahre ich am besten, wie die Stimmung ist. Dies ist die Grundlage meiner politischen Arbeit”, so Dr. Karl A. Lamers in Vorfreude auf den diesjährigen Maimarkt.

Dr. Karl A. Lamers MdB trifft litauische Spitzenpolitiker: NATO muss zusammenstehen

Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Heidelberg/Weinheim, Dr. Karl A. Lamers, hat in einer Rede an der Mykolas-Romeris-Universität in Vilnius deutlich gemacht, dass der Dialog mit Russland weiterhin wichtig ist und Präsident Wladimir Putin gleichzeitig klargemacht werden muss, dass die NATO als Bündnis zusammensteht. Bei der Veranstaltung, an der auch die ehemaligen litauischen Premierminister Gediminas Kirkilas und Andrius Kubilius sowie der Journalist Vykintas Pugačiauskas teilnahmen und die von Prof. Dr. Virgis Valentinavičius geleitet wurde, sagte Dr. Lamers, dass das nordatlantische Bündnis nach der widerrechtlichen Annexion der Krim die richtigen Konsequenzen gezogen habe. Man sei weiterhin gesprächsbereit. Dies habe der NATO-Russland-Rat gezeigt, der gestern erstmals seit 2014 wieder getagt habe. Parallel dazu habe man die auf dem NATO-Gipfel in Wales getroffenen Vereinbarungen zur Stärkung der Allianz vorangetrieben.

Der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses Dr. Lamers war kurz nach der riskanten Annäherung eines russischen Kampfflugzeuges an ein amerikanisches Schiff in der Ostsee nach Vilnius gereist.
Im Rahmen des Besuches in der litauischen Hauptstadt nahm der CDU-Bundestagsabgeordnete im dortigen Verteidigungsministerium an einem Termin zum Thema Cybercrime teil. „Die Sicherheit im Cyberraum ist von enormer Bedeutung für unsere vernetzten Gesellschaften. Es ist toll, was Litauen auf diesem Gebiet leistet”, so Dr. Lamers. Darüber hinaus traf Lamers am Mittwoch mit dem stellvertretenden Außenminister Neris Germanas zusammen bevor er nach Berlin weiterflog, wo er am Abend im Rahmen eines Staatsempfangs mit der litauischen Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitė sowie Außenminister Linkevičius zusammentraf. Beide dankten im Gespräch für den Beitrag Deutschlands für ein starkes nordatlantisches Bündnis. „Wir waren uns einig, dass die Sicherheit der Menschen in unseren Ländern die oberste Priorität hat und wir weiterhin wachsam auf neue Bedrohungen reagieren müssen”, sagte Dr. Karl A. Lamers im Anschluss.

Dr. Karl A. Lamers MdB fordert europäisches Terrorabwehrzentrum

Nach den Terroranschlägen in der belgischen Hauptstadt Brüssel hat der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Heidelberg/Weinheim, Dr. Karl A. Lamers, den Familien und Freunden der Opfer sein Beileid ausgesprochen und den Verletzten schnelle Genesung gewünscht. Dr. Lamers sagte eine für Mitte der Woche geplante Reise nach Brüssel aufgrund der aktuellen Situation kurzfristig ab.
Gleichzeitig forderte er, die Zusammenarbeit der nationalen Sicherheitsbehörden in Europa angesichts der aktuellen Bedrohungslage zu verstärken und die erhobenen Daten endlich auch besser zu vernetzen: „Wir haben es im Moment mit einem unglaublichen Ausbruch des internationalen Terrorismus, mit einem Krieg des IS gegen die ganze Welt – zunehmend jetzt auch in Westeuropa – zu tun. Wir müssen alles Mögliche unternehmen, um die Menschen zu schützen. Das ist unser oberster Auftrag.”

Aus seiner Sicht könne das Gemeinsame Terrorabwehrzentrum (GTAZ) in Berlin das Vorbild für ein gemeinsames europäisches Abwehrzentrum sein: „In Berlin arbeiten 40 Behörden aus Bund und Ländern eng zusammen, informieren sich gegenseitig und können so bestmöglich auf Bedrohungen reagieren. So etwas brauchen wir auch in Europa – nicht nur auf dem Papier, sondern handlungsfähig und einsatzbereit!”. Nationalstaatliche Egoismen müssten angesichts der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus hintanstehen, so der CDU-Bundestagsabgeordnete weiter. Er unterstütze die Bemühungen von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, die bessere Koordination innerhalb Europas voranzutreiben. „Europa, das sich in der jüngeren Vergangenheit nicht mit Ruhm bekleckert hat, kann nun unter Beweis stellen, wie wichtig die europäische Idee zum Beispiel auf dem Gebiet der Sicherheit ist – da heißt es zusammenstehen”, so Dr. Karl A. Lamers. Gegenüber dem Terror seien einzelne Staaten machtlos. Datenschutz sei ein hohes Gut und es müsse stets eine Balance zwischen Freiheit und Sicherheit gefunden werden, so der CDU-Bundestagsabgeordnete. In dieser dramatischen Situation ginge es allerdings zuallererst um den Schutz der Bürger und ihre Sicherheit.

Weitere Stellungnahmen von Dr. Karl A. Lamers MdB zum Thema finden Sie hier:

T-Online

SWR Info

Heidelberg24

Dr. Karl A. Lamers MdB teilt mit: Wichtige Infrastrukturprojekte der Region im Bundesverkehrswegeplan enthalten

„Wichtige Infrastrukturprojekte der Region mit Bedeutung für den Wahlkreis Heidelberg/Weinheim sind mit hoher Priorität im Bundesverkehrswegeplan enthalten”, lautet das Fazit des CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Karl A. Lamers nach der heutigen Vorstellung des Bundesverkehrswegeplans 2030 durch Verkehrsminister Alexander Dobrindt in Berlin. So hat der Ausbau der Bundesautobahn 5 zwischen Hemsbach und Walldorf auf insgesamt sechs Fahrstreifen mit Seitenstreifen eine entscheidende Hürde genommen. Das Projekt wurde mit der Bewertung „Vordringlicher Bedarf-Engpassbeseitigung” in den Plan aufgenommen – der höchsten Priorität, die der Bundesverkehrswegeplan vorsieht. Weniger Staus auf der A5 sollen die Autofahrerinnen und Autofahrer entlasten sowie die Kosten für die Wirtschaft senken. Im Bundesverkehrswegeplan sind für die Maßnahme ca. 576 Millionen Euro veranschlagt.
Darüber hinaus wurde die Verlängerung der Neckarschleusen als vordringlicher Bedarf im Bereich der deutschen Wasserstraßen eingestuft. Zwischen Mannheim und Plochingen sollen die Schleusen entlang des Neckar verlängert und überholt werden, um den Fluss für moderne Güterschiffe befahrbar zu machen. Für dieses Projekt veranschlagt der Bund Kosten in Höhe von 1,26 Milliarden Euro.
„Die Entscheidung des Verkehrsministeriums, die beiden Projekte mit der Priorität der höchsten Kategorie zu versehen, ist ein wichtiges Signal für die Region. Der Bund wird auch in Zukunft seinen Beitrag zur Erneuerung und Verbesserung unserer Infrastruktur leisten. Im Fall des Ausbaus der A5 wird es entscheidend sein, für den notwendigen Lärmschutz für die Anlieger zu sorgen. Hierfür werde ich mich im Planungsprozess einsetzen”, so Dr. Lamers.

Dr. Karl A. Lamers MdB besucht 437. Mathaisemarkt

Mehrere Tage lang besuchte Dr. Lamers verschiedene Veranstaltungen auf dem diesjährigen Mathaisemarkt. Auf dem Programm von Dr. Lamers MdB stand zunächst die feierliche Eröffnung des Mathaisemarktes. Höhepunkt war die Krönung der Weinhoheiten Königin Katrin und ihrer Prinzessinnen Vanessa und Kathrin, die Dr. Lamers zu einer Fahrt nach Berlin einlud.
Beim Rundgang während der Leistungsschau des BDS Schriesheim führte er Gespräche mit zahlreichen mittelständischen Unternehmern aus seinem Wahlkreis Heidelberg/Weinheim.
Auf dem Programm von Dr. Lamers MdB standen auch Besuche beim traditionellen Seniorentag und beim Tegernseer Zuckerhäusel von Familie Lederer, die seit 60 Jahren mit ihrem Schaustellergeschäft auf zahlreichen Jahrmärkten der Region unterwegs ist.
Hauptredner auf der diesjährigen Mittelstandskundgebung des BDS war Vizekanzler Sigmar Gabriel. Dessen staatstragende Rede kam bei den allermeisten Zuhörern sehr gut an.

Dr. Karl A. Lamers MdB nimmt an 52. Münchner Sicherheitskonferenz teil

Der stv. Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages und CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Heidelberg/Weinheim, Dr. Karl A. Lamers, wird auch in diesem Jahr an der Münchner Sicherheitskonferenz vom 12. bis 14. Februar 2016 teilnehmen.
Die Konferenz in München gehört zu den weltweit wichtigsten Veranstaltungen im Bereich der internationalen Sicherheitspolitik. Ab Freitag diskutieren wieder hochrangige Entscheidungsträger aus der Politik – darunter 23 Staats- und Regierungschefs – über die gegenwärtig drängendsten sicherheitspolitischen Herausforderungen.
In diesem Jahr nehmen u. a. US-Außenminister John Kerry, der französische Premierminister Manuel Valls, der Präsident der Ukraine Petro Poroschenko, König Abdullah II. von Jordanien, Russlands Premierminister Dmitri Medwedew, der polnische Präsident Andrzej Duda sowie Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier und Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen in München teil.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz stehen die dramatische Lage in Syrien, die aktuelle Flüchtlingskrise sowie die Zukunft der Sicherheitsordnung in Europa.
„Die internationale Diplomatie steht derzeit vor enormen Herausforderungen. Die Lage in Syrien hat sich in den vergangenen Monaten dramatisch zugespitzt und immer mehr Menschen befinden sich auf der Flucht in Richtung Europa. Um eine politische Lösung für Syrien zu erreichen, müssen wir mit den Akteuren in Dialog treten. Unser Verhältnis zu Russland hat sich zweifelsohne durch die völkerrechtswidrige Annexion der Krim nachhaltig verändert. Dennoch brauchen wir auch den Dialog mit Russland bei der Lösung internationaler Konflikte – wie dem Krieg in Syrien. Heute kann kein Land mehr alleine den vielen globalen Sicherheitsbedrohungen begegnen. Die Münchner Sicherheitskonferenz bringt Entscheidungsträger aus allen Teilen der Welt zusammen, um über die dringendsten Fragen der Sicherheitspolitik zu diskutieren und wichtige Impulse zu geben. Ich bin fest davon überzeugt: Dialog ist die Grundlage für Frieden”, so Lamers.

Verleihung des Hofnarrenordens der Perkeo-Gesellschaft an Heiner Pfeifer

Im Rahmen der Großen Perkeo-Prunksitzung hat die Perkeo-Gesellschaft in diesem Jahr zum 11. Mal den Hofnarrenorden verliehen, der herausragende Persönlichkeiten würdigt, die sich im besonderen Maße um die Fastnacht und das Brauchtum verdient gemacht haben.
Der Preisträger 2016 heißt völlig zu Recht: Heiner Pfeifer!
Es ist mir eine große Freude und Ehre, dass ich für die Laudatio auf Perkeos hoch dekorierten Adjutanten auserkoren wurde. Seit 1953 ist Heiner Pfeifer in der Fastnacht aktiv und begleitet humorvoll und charmant die Heidelberger Fastnacht. Er ist wahrlich ein Unikat!

„Lieber Heiner, wir danken Dir von Herzen für Dein großartiges Engagement und Deine Verdienste um die Heidelberger Fastnacht. Respekt und Anerkennung für Deine Lebensleistung”, sagte ich im Rahmen meiner Laudatio.
Dieses Jahr tritt Heiner Pfeifer mit 80 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Er wird uns allen sehr fehlen!
„Dir und Deiner lieben Frau Lilo, die sich ebenfalls große Verdienste um die Fastnacht erworben hat, wünsche ich alles erdenklich Gute. Auf Euch stimme ich an: Ein dreifach ‚Heidelberg hajo, hajo, hajo!'”!

Dr. Karl A. Lamers MdB im Interview mit T-Online: “Ich fordere die Kontrolle der deutschen Grenzen”

Herr Lamers, Sie gelten eigentlich als treuer Gefolgsmann der Kanzlerin. Wann hat sich das geändert?
Lamers: Das hat sich überhaupt nicht geändert. Ich bewundere die Bundeskanzlerin generell für das, was sie für Deutschland im letzten Jahrzehnt geleistet hat. Das ist herausragend und wird auch weltweit anerkannt. Es gibt aber einzelne Fragen, in denen ich eine andere Position habe.

Sie haben einen Brief geschrieben und fordern einen Kurswechsel. Was verlangen Sie konkret?
Ich unterstütze die Kanzlerin darin, dass wir eine europäische Lösung brauchen und internationale Maßnahmen ergreifen müssen, um die Zahl der Flüchtlinge zu reduzieren. Wir haben das aber Wochen und Monate versucht und sehen große Schwierigkeiten dabei. Jetzt ist langsam die Zeit gekommen, die Maßnahmen national zu verschärfen. Wir haben schon vieles gemacht. Aber jetzt müssen wir daran denken, die Grenzen so zu kontrollieren, dass der Staat weiß, wer die deutsche Grenze überschreitet, wer sich hier aufhält und wer Deutschland wieder verlässt.

Sie fordern die Schließung der Grenzen?
Ich fordere die Kontrolle der deutschen Grenzen. Ich fordere, dass der Staat mit den ihm zur Verfügung stehenden Kräften die Kontrolle darüber wiedergewinnt, wer deutschen Boden betritt. So lange die Außengrenzen Europas, so wie im Schengen-Abkommen vereinbart, nur unzureichend kontrolliert werden, müssen wir nationalstaatlich die Kontrolle durchführen.

Was hätte das für Auswirkungen?
Das hätte zur Auswirkung, dass der Staat die Kontrolle zurückgewinnt. Dass man bereits an der Grenze den zurückweisen kann, der unter den gegebenen Umständen – nach dem Dublin-Abkommen – kein Recht hat, nach Deutschland zu kommen, weil er aus einem sicheren Drittstaat kommt. Dorthin müsste er dann zurück und dort die ganzen Aufnahme-Regularien durchführen.

Was bedeutet das für Europa?
Ich glaube, das wäre auch eine Chance für Europa. Im Moment ist Europa angespannt. Vielleicht ist das die Chance, dass sich alle an einen Tisch setzen und fragen: Wie kriegen wir das gemeinsam in den Griff. Diese große Herausforderung zu meistern, ist nämlich nicht eine Frage eines Staates, sondern der ganzen Union.

Zunächst wird es aber mal einen großen Rückstau geben, wenn Deutschland die Grenzen schließt. Darauf hat Finanzminister Wolfgang Schäuble vergangene Woche hingewiesen.
Zunächst vielleicht… Das wäre aber nach dem Signal “Willkommenskultur” ein neues Signal, das besagt “auch Deutschland kann nicht alles alleine meistern”. Wenn sich das herumspricht – so wie sich das erste Signal herumgesprochen hat – kann es ein Signal sein, die Menschen davon abzuhalten, aus vielen Ländern zu uns zu kommen.

Sie kennen die Lage aus dem eigenen Wahlkreis. Ist dort der Druck wirklich so groß?
Natürlich. Ich habe viele Gespräche mit vernünftigen besorgten Menschen, die mir sagen: Tut endlich was. Dabei ist die Kanzlerin ja weltweit unterwegs und tut etwas. Es bringt nur im Moment nicht die Ergebnisse, die wir erwarten. Dann müssen wir national mehr tun. Und das heißt eben: Auch an den Grenzen mehr handeln.

Heute haben Ihre Unionskollegen einen Brief ähnlich dem Ihren an die Kanzlerin geschickt. Warum haben Sie sich dem nicht angeschlossen?
Ich wollte meine eigenen Argumente nehmen. Ich will auch nicht gegen die Kanzlerin in Stellung gebracht werden. Ich habe deshalb sehr ruhig formuliert. Ich muss ja die Sorgen der Bürger aufnehmen.

Mal ganz realistisch: Sie haben einen Brief geschrieben, Ihre Kollegen haben einen geschrieben, die Umfragen sprechen die gleiche Sprache. Glauben Sie, dass die Kanzlerin bald reagiert und umsteuert?

Das kann ich nicht sagen. Es ist jedoch wichtig, dass wir alle aufeinander hören und gemeinsam zu vernünftigen, realistischen Lösungen kommen. Auch für Europa.

Kann die Kanzlerin überhaupt noch umsteuern – so sehr, wie sie sich festgelegt hat?
Absolut. Ich bin überzeugt, dass es immer wieder Gründe gibt, nachzusteuern. Da wird es auch immer wieder Gelegenheiten geben, den Kurs weiterzuentwickeln.

Die Fragen stellte Christian Kreutzer.