Dr. Karl A. Lamers antwortet dem DOSB Präsidenten Bach

Der CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Heidelberg / Weinheim Dr. Karl A. Lamers hat mit Unverständnis auf das Antwortschreiben des Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Dr. Thomas Bach reagiert, in dem dieser den Ausschluss des Ringens von den Olympischen Spielen vor allem mit Kriterien wie TV-Quoten, Zuschauerzahlen und Ticketverkäufen begründet.
„Auch wenn die Bundesrepublik Deutschland die Autonomie zivil-gesellschaftlicher Organisationen und deren Entscheidungen anerkennt, ist die geplante Entscheidung meines Erachtens ein klares Bekenntnis zu Kommerz und wirtschaftlichem Profit.“, so Dr. Lamers. „In 177 Ländern der Welt ist Ringen eine anerkannte Sportart. Hier werden ideelle Werte nicht aufgrund von angeblicher Fernsehuntauglichkeit geopfert.“

Der DOSB Präsident hatte zuvor mit „Verwunderung“ die Kritik des Bundestagsabgeordneten zurückgewiesen und betont, dass es sich bei der Empfehlung um eine autonome Entscheidung des IOC handele. Doch Dr. Karl A. Lamers gibt sich kämpferisch: „Für mich gilt: Ringen muss olympisch bleiben! Ringen war nicht nur in der Antike eine zentrale Kerndisziplin, sondern nimmt auch heute als Breitensport eine wichtige Stellung in Deutschland und weltweit ein und trägt zur gesellschaftlichen Integration bei.“
Er sei enttäuscht von dem unzureichenden Antwortschreiben: „Ich wäre froh, von Ihnen als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes mehr Unterstützung für diese Idee zu erhalten.
Jetzt richtet sich meine Erwartung auf den September. Ich hoffe, dass das IOC auf seiner Vollversammlung in Buenos Aires seine Empfehlung überdenkt und unter Einbeziehung der Athleten in die Entscheidungsfindung diese auch grundlegend ändern wird.“