Jens Spahn begeistert Weinheim

Am vergangenen Mittwoch war der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen auf Einladung von Prof. h. c. Dr. Karl A. Lamers MdB zu Gast im Wahlkreis. Im wunderbaren Ambiente der Ulner Kapelle in Weinheim begeisterte der junge Bundestagsabgeordnete aus Nordrhein-Westfalen seine Zuhörer. Als „Politiker, der für klare Kante und klare Sprache bekannt ist,“ wurde Spahn von Dr. Lamers begrüßt. Diesem Lob wurde er in seiner Ansprache gerecht.

Zu Beginn seiner Ausführungen warf Spahn einen Blick auf die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage Deutschlands. Zum Amtsantritt von Angela Merkel vor 12 Jahren sei Deutschland als kranker Mann Europas bezeichnet worden. Seither habe man viel erreicht: Man habe Investitionen in Bildung und Infrastruktur deutlich erhöht, Löhne und Renten seien zuletzt so stark gestiegen wie seit 20 Jahren nicht mehr und Deutschland nehme seit 2014 keine neuen Schulden mehr auf. Dies sei zukunftsorientierte Politik, schließlich müsse man nachfolgenden Generationen mehr hinterlassen als Zinszahlungen, brachte es der Parlamentarische Staatssekretär auf den Punkt.

Zugleich diskutierte Jens Spahn Themen, auf die es in den nächsten Jahren ankommt. So gelte es, eine Politik zu betreiben, die den Wohlstand des Landes erhält und ausbaut. Hierfür müsse man weiter in Forschung und Entwicklung investieren, um dafür zu sorgen, dass Deutschland auch in Zukunft Industrie- und Infrastrukturland bleibe. Als eine mittelfristige Herausforderung sprach Spahn den Fachkräftemangel an. Neben dem Aufruf, auch älteren Fachkräften, ihren Fachkenntnissen und ihrer Erfahrung bei Bewerbungen eine Chance zu geben, identifizierte der 37-Jährige allerdings auch eine ungleiche Wertschätzung verschiedener Berufe. Der Mensch fange nicht mit dem Abitur oder dem Studium an, rief er seinen Zuhörern zu, auch Ausbildungsberufe seien wertvoll. Daher bekenne sich die Politik der CDU auch weiterhin zum gegliederten Schulsystem und zum dualen Ausbildungssystem.

Auch die Themen Migration und Integration, die vielen Wählerinnen und Wählern unter den Nägeln brennen, sparte Spahn nicht aus. Deutschland brauche – gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel – gezielte und gesteuerte Einwanderung in den Arbeitsmarkt, jedoch müssten Deutschland und Europa auch dazu in der Lage sein, Grenzen zu schützen. Außerdem bekannte er sich zur deutschen Leitkultur. Leitkultur meine nicht Abgrenzung gegen Personen anderer Herkunft oder Hautfarbe – Leitkultur meine vielmehr die Definition dessen, was eine erfolgreiche Integration in unser Land ausmacht. Dazu gehört das Interesse am Erlernen der deutschen Sprache, Geschichte und Kultur ebenso wie die unbedingte Anerkennung und Respekt unserer Kultur und unserer Werte. Nicht alles, was anders sei, sei zwangsläufig auch bereichernd. Daher dürfe man niemals Ideologien, die unseren Werten widersprechen, unter dem Deckmantel der Vielfalt Raum zur Entfaltung geben, betonte Spahn und fand damit große Zustimmung unter den Anwesenden.

Da sich der Wahlkampf nur vier Tage vor der Bundestagswahl auf der Zielgeraden befindet, riefen sowohl Jens Spahn als auch Karl A. Lamers zur Wahl auf und warben um Unterstützung für die CDU. „Wir leben in schwierigen Zeiten,“ stellte Dr. Lamers heraus. Um Deutschland herum gebe es große Herausforderungen: Russland besetze mit der Krim Teile eines anderen, souveränen Landes, in der Türkei werden Freiheitsrechte eingeschränkt und die Vereinigten Staaten seien unter Präsident Trump ein schwieriger Partner geworden. In diesen Zeiten sei es Bundeskanzlerin Merkel gelungen, Deutschland auf Kurs zu halten, so Lamers weiter. Am 24. September gelte es daher, mit der Zweitstimme für die CDU dafür sorgen, dass unser Land weiterhin maßvoll, mit einem klaren Kurs der Mitte regiert wird. „Außerdem bitte ich Sie ganz persönlich um Ihr Vertrauen und um Ihre Erststimme,“ sagte der Abgeordnete des Wahlkreises Heidelberg/Weinheim, „ich habe mein Leben in den vergangenen Jahrzenten der Politik verschrieben und möchte auch weiterhin für die Region und für die Bürgerinnen und Bürger Ansprechpartner sein.“

Die Veranstaltung wurde unter der Moderation des Vorsitzenden der CDU Weinheim, Hans-Peter Masuch, mit einer angeregten und spannenden Diskussion mit zahlreichen Gästen abgerundet. Herzlichen Dank für die rege Teilnahme und interessanten Beiträge.