Schüler für ein starkes Europa – Auszeichnungen 2026

14.09.2026

Friedens-Stiftung: Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Karl A. Lamers zeichnet Preisträger aus, darunter zwei aus Weinheim.

Weinheim/Heidelberg. „Die Rolle Europas bei der Sicherung des Friedens“ – das war das Thema des Wettbewerbs der Friedens-Stiftung des ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Heidelberg/Weinheim, Prof. h. c. Dr. Karl A. Lamers. Schüler der Klassen 7 bis 12 aus seinem früheren Wahlkreis waren eingeladen, sich mit dieser hochaktuellen Frage auseinanderzusetzen. Jetzt wurden die Preise vergeben, zwei davon gingen an Jugendliche der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Weinheim. Lamers überreichte die Auszeichnungen im Beisein von Schulleitungen, Eltern, Lehrkräften und Freunden der Preisträger sowie zahlreicher Mitglieder des Stiftungsvorstands.

Stiftung 2018 gegründet

Der heutige Honorarkonsul der Republik Estland hatte die Stiftung 2018 mit dem Ziel gegründet, insbesondere jungen Menschen zu vermitteln, dass Frieden und Freiheit keineswegs selbstverständlich, sondern kostbare Güter sind, um die immer wieder neu gerungen werden muss. Aufgrund der außergewöhnlichen Qualität der eingereichten Beiträge habe sich die Jury in diesem Jahr dazu entschieden, sechs Geldpreise im Gesamtwert von 2.300 Euro zu vergeben, heißt es im Bericht der Friedens-Stiftung. Auch der Sprecher der Jury, Sönke Asmussen, hob die hohe Qualität der eingesandten Arbeiten hervor. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Fähigkeit der Schüler, sich eigenständig und differenziert mit komplexen Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen.

Der mit 600 Euro dotierte erste Preis ging an Jannik Düring vom Helmholtz-Gymnasium Heidelberg. Seinen Beitrag hatte er mit der Frage „Europa – ein ernstzunehmender Vermittler?“ überschrieben. Darin arbeitete er heraus, dass Europas Rolle in der globalen Friedenssicherung widersprüchlich bleibe. Zwar verfüge der Kontinent über wichtige stabilisierende und präventive Instrumente, zugleich fehle es an schneller Handlungsfähigkeit und ausreichender Eigenständigkeit hinsichtlich militärischer Stärke und globaler Anerkennung. Der künftige Erfolg hänge weniger von inhaltlicher Dominanz ab als von der Fähigkeit, die eigenen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen, weiterzuentwickeln und gezielt einzusetzen.

Mit dem zweiten Preis (500 Euro) wurde Ben Reithmann vom Kurfürst-Friedrich-Gymnasium Heidelberg ausgezeichnet. In seiner Arbeit setzte er sich mit der Frage auseinander, wie Europa zur Sicherung des Friedens beitragen kann. Besonders überzeugte die Jury seine Fähigkeit, abstrakte Gedanken in eine verständliche und klare Sprache zu übertragen und Europa mit hoher gedanklicher Eigenständigkeit als „politisches Friedensprojekt“ zu interpretieren.

Europa als Kraft der Hoffnung

Den mit 400 Euro dotierten dritten Preis erhielt Leni Fath von der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Weinheim. Ihr Beitrag überzeugte die Jury durch Eigenständigkeit und kritisches Denken. Eindrücklich habe sie die Hoffnungskraft des europäischen Projekts sichtbar gemacht und gezeigt, wie aus den Erfahrungen von Krieg und Zerstörung ein Lernprozess erwachsen sei, der auf Diplomatie, Zusammenarbeit und gegenseitigen Respekt setze.

Zwei vierte Preise (jeweils 300 Euro) gingen an Adam Rohland von der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Weinheim und Lena Düring vom Helmholtz-Gymnasium Heidelberg. Adam Rohland stellte seinen Wettbewerbsbeitrag unter das Motto „Nun eine Rolle ‚Vorwärts‘ wagen“. Er bekennt sich darin zu Europa als Symbol des Friedens. Europa solle eine stärkere Rolle übernehmen – möglichst im Zusammenwirken mit einem Bündnis wie der NATO. Lena Düring arbeitete die Bedeutung von Kooperation, Rechtsstaatlichkeit und Prävention für Europas friedenspolitische Rolle heraus. Den fünften Preis (200 Euro) erhielten Theresa Göggelmann und Sophie Hassel vom Elisabeth-von-Thadden-Gymnasium Heidelberg.